„Patrick fragt nach…“ über Corona Folgen für die Gastronomie

 

 

Am gestrigen Abend fand die erste Ausgabe von „Patrick fragt nach…“ statt. Das neue Facebook/Instagram Live Format des FDP-Bundestagskandidaten Patrick Weiß hat das Ziel, aktuelle Themen lokal zu diskutieren. So sei es laut Patrick Weiß wichtig, die Entscheidungen nicht nur irgendwo in Berlin zu treffen, sondern die Auswirkungen auch lokal dezidiert zu bewerten. Deshalb will er, so Weiß weiter, mit diesem Format näher an den Problemen der Menschen vor Ort sein.

 

Die erste Folge startete nun am 18.03.2021 mit dem Gast Robert Krininger (Café-Bistro Papillon). Dieser war bereits in den vergangenen Monaten immer wieder mit Kritik an der Corona-Politik in den lokalen Medien. Dies versprach einen interessanten Abend.

 

In einer regen Diskussion waren sich die beiden vor allem in der Überbürokratisierung der Hilfszahlungen einig. Während die Corona-Soforthilfen noch zügig ausbezahlt wurden, waren die Überbrückungshilfen I+II ein „Rohrkrepierer“, so die beiden.
Es seien die Modalitäten für Hilfsanträge im Verlauf des Herbstes seitens des Bundeswirtschaftsministeriums immer wieder verändert worden, was für Betriebe eine große Gefahr für zukünftige Rückzahlungen bergen würde, wie Krininger ausführte. Auch, dass die Novemberhilfen aufgrund von Software-Problemen erst Ende Januar 2021 komplett ausbezahlt worden seien sei skandalös, so die beiden.

 

Ein Problem liege darin, dass die Beantragung der Hilfen durch überprüfende Dritte, also Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte erfolgen muss, meinte Robert Krininger. Dies wäre auch ein großes Einfallstor für Betrüger.

 

Patrick Weiß lieferte hierzu einen Verbesserungsvorschlag der Freien Demokraten, die Hilfszahlungen über die bestehende Infrastruktur der lokalen Finanzämter abzuwickeln. Diese würden die ihnen zugeordneten Unternehmen gerade hinsichtlich Umsätze, Gewinne und Bankverbindungen besser kennen und es wäre ein zusätzlicher Schutz vor Betrug.
Ebenso plädierte er für eine negative Gewinnsteuer, bei der Unternehmen schnelle unbürokratische Liquiditätszahlungen auf Basis ihrer vergangenen Gewinne direkt vom Finanzamt ausbezahlt bekommen könnten.

 

Zum Thema Hygienekonzept waren sich die beiden einig, dass Testkosten für Schnelltests von 4-5€ pro Person für einen einzelnen Gastronomiebetrieb nicht wirtschaftlich darstellbar seien. Hier forderten die beiden nach Tübinger Vorbild eine zentrale Teststelle, die bei einem negativen Testergebnis einen Testschein ausstellen solle. Dieser solle 24h gültig sein und im ganzen Landkreis von den Betrieben akzeptiert werden. Es mache ansonsten wenig Sinn, dass sowohl das Wirtshaus als auch anschließend die Eisdiele einen separaten Test beim Gast vornimmt, so Weiß.

 

Die vielen Fragen der Zuschauer waren dabei das Bild einer regen Diskussion und so sind bereits weitere Folgen von „Patrick fragt nach…“ in Planung.

 

Die ganze Folge ist auf Facebook und Instagram zum Nachschauen abrufbar.

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