Neben dem Postgrundstück, mit einem 1,37 Mio. Euro auf Kredit gekauft (und bis dato wurde kein einziger Cent getilgt), nun noch das auf äußert wackeligen finanziellen Beinen stehende Hallenbad. In Zahlen ausgedrückt wird die Gemeinde Unterwössen in den Jahren 2010 bis Ende 2013 (Ende des Vertrages mit dem jetzigen Betreiber) mindestens 500.000 Euro ausgegeben haben, die nur über neue Schulden finanziert werden. Diese Vorgehensweise ist leider mittlerweile Standard in der Unterwössner Haushaltspolitik.
Die Mehrheit des Gemeinderates hat ohne Kenntnis genauerer Daten und Zahlen immer wieder in der Vergangenheit dem Betreiber-Verein bedingungslos hohe Zuschüsse gewährt. Durch dieses Finanzdebakel ist der Gemeinderat nun doch ganz vorsichtig bereit, künftig etwas mehr zu kontrollieren, was aber bei weitem nicht ausreichend sein wird.
Von einem verantwortbaren Wirtschaftskonzept, wie wir als Opposition immer gefordert haben, hält die Mehrheit des Gemeinderates so gut wie nichts. Lieber stopft die Gemeinderatsmehrheit aus parteipolitischen Gründen immer wieder gerne die Finanzlöcher des Hallenbades und das wird der Bürger in naher Zukunft teuer bezahlen müssen. Kundige Wirtschafts- und Etatprüfer würden der Gemeinde Unterwössen, wenn sie denn gefragt würden, einen eindeutigen Rat geben.

